LEISTUNG SATT | EQ.Familie mit AMG-Power?!

 

Laut Medienberichten plant Mercedes-AMG – eigentlich bekannt für ihre turbogeladenen, tief bollernden V8-Motoren – die Elektromodelle EQA, EQB, EQS und EQE und die eigenen Performance-Fittiche zu nehmen. Klar: Die aktuelle EQ.Familie geizt generell nicht mit Leistung, immerhin verfügen EQA und EQB über mdst. 14o kW (19o PS), der EQE schätzungsweise über wenigstens 294 kW (4oo PS) und der EQS-Prototyp über 35o kW (476 PS) mit sattem und stets präsent anliegendem Drehmoment. Mit der Prise AMG aber kommt mit dem Quäntchen Mehr an Läng- auch entsprechend Querdynamik in die Elektro-Boliden.


AMG SUVs | COO von Mercedes-Benz Cars und Entwicklungsvorstand der Daimler AG, Markus Schäfer himself, soll laut der britischen Autocar die vier flüsterleisen AMG-Ableger innerhalb des EQA-Release angekündigt haben. Zwar ist die zeitliche Abfolge ebenso wenig bekannt wie die angepeilten Leistungsdaten, dennoch aber rechnet Autocar mit dem EQA als erstes AMG-Derivat – schließlich sei er schon heute marktreif, ganz im Gegenteil zu den 3 verbleibenden Modellen. Um den Erwartungen einen Rahmen zu geben: Der technisch verwandte Mercedes-Benz GLA AMG 45 S 4MATIC+ DCT leistet schon 31o kW (421 PS).


AMG-LIMOUSINEN | Da sich EQE und EQS eine Plattform teilen darf davon ausgegangen werden, dass beide AMG-Ableger über ähnliche Leistungswerte sowie über dieselbe technische Grundlage verfügen werden. Bekannt ist bislang, dass der EQS – so dann auch der EQE – aller Voraussicht nach schon 2o22 vorgestellt wird. Zu diesem Zeitpunkt wird er es auf wenigstens 45o kW (611 PS) bringen. Uff…


AUF EIN WORT | Verkommt Elektromobilität nun zum Kräftemessen der Automobilindustrie? Der Grundgedanke bestand doch im Klima- und Umweltschutz – da täten es doch auch “nur” 4oo PS für einen Luxusliner… Ganz ehrlich: Wo soll das noch hingehen? Sind in diesem Modelljahr 611 PS Klassenprimus, sind im kommenden Modelljahr 631 PS gerade gut genug – vom stetig wachsenden Drehmoment ganz zu schweigen. Jeder weiß, wie “stark” bereits eine Renault Zoe aus dem Stand heraus beschleunigt. Wie also verhalten sich Boliden jenseits der 3oo Elektro-Pferde in der Hand eines Ungeübten? Für mich persönlich wäre es viel interessanter, Performance-Modelle mithilfe von Torque-Vectoring, speziellen Fahrspaß-Modi, Fahrgeräuschen im Inneren oder ähnlichen Gimmicks an den Mann zu bringen. Schluss mit der nicht enden wollenden Leistungshatz – wir brauchen Performance-Modelle, die Sportlichkeit auch ohne überirdische Leistungsberge besonders und erlebbar macht.


Quelle: www.electrive.net