Private Wallboxen - kommt das Förderprogramm?

 

Nach der jüngst durchgeführten Novellierung des Wohneigentumsgesetzes (WEG) hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) seine Sicht der Dinge erklärt und zu Protokoll gegeben, wie man dieser Reform mehr Schlagkraft verleiht. Sein Ansatz: Es braucht Förderprogramme für die Installation einer privaten Ladestation – unbürokratisch, bürgernah, zeitnah.


Endlich fielen bislang bestehende Hürden beim Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur, betonte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Dies könnte auch den Durchbruch zur endgültigen Akzeptanz des Elektroautos in der Verbraucherschaft bedeuten. „Mit dann hoffentlich weiter steigenden Neuzulassungen von Batteriefahrzeugen und Plug-In-Hybriden kann ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden“, so Müller.


WEG-INHALTE | Was aber sieht das neu formulierte WEG nun genau vor? Ganz simpel. Kernpunkt der Novellierung ist, dass jeder Wohnungseigentümer im Grundsatz einen Anspruch darauf erhält, auf eigene Kosten Lademöglichkeiten installieren zu lassen. So genügt fortan ein einfacher Mehrheitsentscheid im Falle einer Eigentümergemeinschaft, um die Installation einer Ladesäule bzw. einer Wallbox durchzusetzen. Speziell Mieter werden in Zukunft davon profitieren können.


DIE BEDENKEN | Das ernsthafte Anliegen des VDA besteht darin, diese Gesetzesänderungen mit entsprechenden Förderprogrammen für Verbraucher zu flankieren. Zwar bereite die Bundesregierung ein derartiges Programm vor, der VDA aber fürchte die langen Wege der Bürokratie, insbesondere komplexe Genehmigung– und Abstimmungsprozesse. Eine zeitnahe und unbürokratische Lösung sei aber gerade jetzt der rettende Helfer, um einen schnellen und einfachen Zugriff auf private Ladeinfrastruktur zu sichern.


DER VORSCHLAG | „Die besten Instrumente dafür sind feste Förderbeträge pro Ladepunkt in Form vom Pauschalen. Sie sollten nicht an Mindestbeträge für die Anlagen gekoppelt sein, damit auch die Installation von preisgünstigeren Anlagen unterstützt werden kann“, weist VDA-Präsidentin Hildegard Müller auf. „Die Bundesregierung fördert die Installation von Ladeeinrichtungen mit mehreren Programmen. Aber ohne private Initiative gelingt der Aufbau von Infrastruktur in der Fläche, die Voraussetzung für einen Durchbruch der Elektromobilität ist, nicht in ausreichendem Maße“, konkretisiert die VDA-Präsidentin.


Quelle: www.ecomento.de