E|Vision

Mit Biokraftstoffen betrieben, hybridtechnologisch, wasserstoffbetrieben oder doch batterieelektrisch? Nichts beschäftigt uns in den letzten Monaten mehr als die Suche nach der Antwort auf die Frage, worauf wir Verbraucher uns festlegen sollten, worauf sich Industrie und Politik festlegen sollten. Das große Problem: Noch nie in der Menschheitsgeschichte waren wir technologisch so frei uns zu entscheiden in welche Richtung es geht. Somit stünden in der Theorie alle Varianten zur Wahl, wäre da nicht eine Kleinigkeit: unser umfassendes Wissen, denn noch nie in der Menschheitsgeschichte haben wir Mutter Natur derart in die Karten schauen können wie wir es heute tun. Mit unserem gestiegenen Umweltbewusstsein hinterfragen wir nun jeden Schritt unserer Mobilitäts- und Energiewende – schließlich sind WIR die Zeugen eines noch nie dagewesenen Umbruchs, den wir aktiv mitgestalten können.


Deshalb sind Themen wie „Digitalisierung“, „ErneuerbareEnergien“, „Elektromobilität“ oder „AutonomesFahren“ die treibenden Kräfte, um dem Klimawandel mit weniger Fahrzeugen, intelligenter Technik, geringen Verbräuchen und dem vollkommenen Verzicht schadstoffhaltiger Emissionen entgegenzuwirken.

Was also erwartet uns in der Zukunft? Auf was können wir uns freuen? Auf welche Umbrüche müssen wir uns einstellen? Wo ist der Verzicht - worin besteht unser Mehrwert?

Da WIR in diesen Tagen die Mobilität von morgen maßgeblich gestalten, liegt es in unserer Hand. Was uns in den kommenden Tagen jedoch heute schon technologisch bevorstehen wird, erfahrt ihr hier.


Elektromotoren vs. Verbrennungsmotoren | Ist der Verbrenner wirklich so „dreckig“?

 

Fährst du täglich mit deinem Auto zur Arbeit? Dann wirst du im Kaltstart, besonders an kalten Herbst- und Wintertagen, bestimmt schon diese Rauchfahne gesehen haben, die da aus dem Endtopf der Abgasanlage steigt. Jene Abgase sind nicht nur schädlich für den Menschen, sondern allumfassend umweltschädlich. Dein Auspuff aber ist nur die Spitze des Eisbergs. Schon die Förderung, der Transport und die Verarbeitung des für unseren Kraftstoff benötigten Rohöls ist höchst bedenklich. Was da aber tagtäglich deine Endrohre verlässt, erfährst du jetzt!

Stickoxide

Sie sind nicht nur für Reizungen in unseren Schleimhäuten ursächlich, sie provozieren sogar regelmäßig anhaltende Atemwegserkrankungen. Auch an den aktuell erhöhten Ozonwerten haben sie einen nicht zu unterschätzenden Anteil. Besonders in dicht besiedelten Innenstadtgebieten werden Stickoxide zu einem ernstzunehmenden Thema für Mensch und Tier. Zwar rücken Autobauer und Ingenieure dem Stickoxidausstoß mit speziellen, fahrzeugseitigen Filtersystemen zu Leibe, ganz umgehen aber können sie den Ausstoß von Stickoxiden nicht.

Rußpartikel

Kennst du den Begriff „Feinstaub“? Er beschreibt nichts anderes als Rußpartikel. Dass Feinstaub schädlich für den menschlichen Organismus ist, hat die Langzeitstudie des Münchener Helmholtz-Zentrums herausgestellt. Sie stellt einen korrelativen Zusammenhang zwischen dem verkehrsbedingten Schadstoffaufkommen und der Anzahl aufkommender Herz-Kreislauf- sowie Atemwegs- und Lungenkrebs-Erkrankungen herausarbeiten. Noch dramatischer wird die von Feinstaub ausgehende Gefahr dann wenn man sich vor Augen führt, dass eine Studie der Umweltbundesamtes folgendes feststellen musste: Allein die Belastung des Menschen durch Rußpartikel führe dazu, dass unsere Lebenserwartung durchschnittlich um ein halbes Jahr minimiert werde. In einer Zeit, in der wir uns – aus medizinischer Sicht – über neue, teils bahnbrechende Behandlungsmöglichkeiten freuen können.

Kohlenmonoxid

Besonders während des Kaltstarts stößt die Abgasanlage gesundheitsschädliches Kohlenmonoxid aus. Erst, wenn sie und der Katalysator eine gewisse Temperatur erreicht haben ist sie in der Lage, es auf ein gesundheitlich unbedenkliches Niveau herunterzufiltern. Diese geringe Menge aber lässt die grundlegende Gesundheitsschädlichkeit des Kohlenmonoxids nicht hinwegdenken.

Kohlendioxid

Immer mehr Menschen erfüllen sich den Traum INDIVIDUELLER: Im Schnitt sind wir deutschlandweit mit 1,3 Personen pro Fahrzeug unterwegs. Dem Motto „Höher, schneller, weiter…“ geschuldet, werden Autos auch immer schneller und kraftvoller. Motorsport in jedweder Form wird ebenfalls im medienwirksamer und attraktiver. Bei alledem sollte gesagt werden: Je mehr Autos fahren, je höher die Leistungsausbeuten, je höher das Aufkommen individueller Mobilität, desto höher dar Anteil des unnatürlich in die Luft eingeführten Kohlendioxids. Diesem hohen Verkehrsaufkommen geschuldet, erhöhten sich die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen um dramatische 19 %. Hierbei sei erwähnt, dass jenes Kohlendioxid einen toxischen Einfluss auf den menschlichen Organismus hat.

Schwefeldioxid

Hast Du schon einmal etwas von dem Begriff „Saurer Regen“ gehört? Eine kurze Erklärung: Schwefeldioxid gelangt in die Luft und in Verbindung mit Regen, reagiert mit ihm und bildet unweigerlich Säure. Dieser säurehaltige Niederschlag regnet zu Boden und ist in der Lage, unserer Umwelt nachhaltig Schaden zuzuführen. Da ist der Zeit zwischen 1990 und 2010 der Schwefeldioxid-Ausstoß unserer Fahrzeuge um etwas mehr als 90 % gesenkt werden konnten, ist dieses ein weniger dramatisches Thema. Trotzdem aber wird dieses Gas tagtäglich ausgestoßen

Benzol

Während des Verbrennungs- und Filterungsprozesses im Fahrzeug ist Benzol kein Problem für uns. Im Brennraum selbst sowie in einer Vielzahl katalytischer Prozesse in der Abgasanlage wird Benzol gänzlich abgebaut. Während des Tankvorgangs und bei der Tankentlüftung aber wird Benzol ungefiltert frei. Das Problem: Es ist leicht entzündlich und brennt daher fantastisch. Obwohl also das Potenzial für eine Belastung des menschlichen Organismus durch Einatmen zu vernachlässigen ist, könnte es im schlimmsten Falle zu einer offenen Flamme während des Tankvorgangs führen. Daher sollte man an Tankstellen übrigens nicht rauchen.


Haben Dich die letzten Zeilen etwas zum Nachdenken angeregt? Verrückt wenn einem bewusst wird, wie schädlich eigentlich das Endergebnis aller – in vielen Ohren wohlklingenden – 4 Takte des Ottomotors ist. Gerade dann, wenn man von den vielen klimafreundlicheren, effizienteren, umweltfreundlicheren und gleichzeitig spaßigen Alternativen umgeben ist. Daher ist die Lösung dieses Schadstoffproblems ganz klar im Umstieg auf die Elektromobilität zu sehen.

 


Autonomes Fahren | So entspannt & sicher reisen wie nie zuvor!

 

Wie lang verbringen wir Zeit im Auto? Ich bspw. fahre täglich 20 Minuten ins Büro, verbringe teilweise 6 Stunden am Stück für eine Geschäftsreise, fahre 3 Stunden zu meinen Schwiegereltern und fahre jeden Sonntagmorgen zum 10 Minuten entfernten Bäcker meines Vertrauens – um nur einige wenige Fahrten zu benennen. Die aktive Zeit am Steuer raubt mir nicht nur Zeit – teilweise stressen mich Staus, Ampeln, Verkehr, Zeitdruck und – vor allem – Drängler. Doch auch viele weitere Verkehrssituationen rauben mir den letzten Nerv:

 

…die Suche nach einem Parkplatz

…die schier endlose Fahrt in den Urlaub

die Hektik, wenn mal wieder jemand dasReisverschlusssystemnicht anwenden mag

…die allgemeine Wartezeit im Stau oder Innenstadtverkehr

...das Multitasking zwischen Telefonat, Hörbuch und Fahrzeugführung

...der Stress, wenn man sich einmal kräftig verfahren hat


Worin findest Du Dich wieder? Die Lösung all dieser Probleme könnte in der konsequenten Anwendung des Autonomen Fahrens liegen. Was aber genau ist darunter zu verstehen? Autonomes Fahren ist auch bekannt als Automatisiertes, Pilotiertes oder Automatisches Fahren. All diese Begriffe beschreiben eine der wohl aufregendsten Entwicklung in der Fahrzeugindustrie, die die Ergebnisse aller Bemühungen rund um unsere geliebten Fahrassistenzsysteme vereint. War ein Fahrzeug ursprünglich dazu gedacht von uns gesteuert zu werden, ist dieser Grundgedanke mit nun vollends ad acta gelegt. Autonomes Fahren nämlich bedeutet, dass sich ein Fahrzeug ganz ohne unser Zutun von A nach B bewegen kann. Unter Zuhilfenahme der Künstlichen Intelligenz und dem Einsatz einer großen Anzahl von Sensoren, Kameras, Schnittstellen sowie aktuellstem Kartenmaterial, unter Berücksichtigung der anliegenden Verkehrslage, Verkehrsschilder und Verkehrsteilnehmer. Ein autonom geführtes Auto beschleunigt, bremst, lenkt und umsorgt uns, ohne dass es unseren Eingriff benötigt. Hier ist man gern gesehener Gast.


Autonomes Fahren ≠ Autonomes Fahren | Welche Autonomiestufen kennen wir?

 

Viele aktuelle Fahrzeuge können bereits dieses Autonome Fahren, bewegen uns aber nicht gänzlich vollständig von A nach B. Kann das sein? Ja, denn Autonomes Fahren ist nicht gleich Autonomes Fahren. 6 Verschiedene Autonomiestufen ermöglichen die Einteilung verschiedenartiger Möglichkeiten der Unterstützung bzw. Freistellung des Fahrzeugführers. Sämtliche Definitionen und Klassifikationen sind genormt nach SAE J3016.

Autonomiestufe 0 | Keine Automatisierung (der Fahrer überwacht die Umgebung)

In allen denkbaren Fahrsituationen übernimmt der menschliche Fahrer alle Facetten der dynamischen Fahraufgaben. Das Fahrzeug selbst unterstützt den Fahrer in seinen Fahrmanövern mittels technischer Warn- und Eingriffssysteme wie ABS, ESP und andere.

Autonomiestufe 1 | Fahrassistenzsysteme (der Fahrer überwacht die Umgebung)

Fahrassistenzsysteme greifen in fest definierten Verkehrssituationen sowohl beschleunigend als auch verzögernd, teils auch lenkend ein. Demnach wird der Fahrer aktiv im Dynamikgeschehen unterstützt. Diese Systeme aber können jederzeit durch das aktive Eingreifen des Fahrers übergangen werden. Der Fahrer ist und bleibt bei Bedarf Herr über sämtliche Aufgaben aller dynamischen Fahraufgaben.

Autonomiestufe 2 | Teilautomatisierung (Fahrer & System überwachen die Umgebung)

Auch in der Stufe 2 unterstützt das System den Fahrer zum Zwecke der Sicherheit verzögernd, beschleunigen und teil lenkend. Im Gegensatz zur Stufe 1 aber nutzen diese Assistenzsysteme zur Informationsgewinnung die Auswertung des fahrerischen Umfeldes. Auch hier ist das System in steter Erwartung des aktiven Eingreifens des menschlichen Fahrers.

Autonomiestufe 3 | Abhängige Automatisierung (das System überwacht die Umgebung)

In Stufe 3 wird dem System erlaubt, alle Aspekte der dynamischen Fahrzeugführung automatisiert zu übernehmen. Fordert es den menschlichen Fahrer auf, in die Fahrzeugkontrolle aktiv einzugreifen, zieht er sich gänzlich zurück. Ab diesem Punkt übernimmt der menschliche Fahrer vollständig.

Autonomiestufe 4 | Hochautomatisierung (das System überwacht die Umgebung)

Das System übernimmt in Stufe 4 sämtliche Aufgaben der dynamische Fahrzeugführung. Selbst wenn der menschliche Fahrer nach Aufforderung nicht aktiv in den Fahrprozess eingreift, bleibt es weiterhin aktiv.

Autonomiestufe 5 | Vollständige Automatisierung (das System überwacht die Umgebung)

Die Fahrassistenz des gesamten Fahrzeugs übernimmt alle sonst vom menschlichen Fahrer übernommenen, dynamischen Fahraufgaben vollautonom. Ihre Fahrmanöver orientieren sich an der umliegenden Verkehrssituation, den Umweltbedingungen, den Straßenverhältnissen und vielen weiteren Faktoren. Ein aktives Eingreifen des Fahrers in die Aktionen der KI ist weder erforderlich noch vorgesehen.


Welche Form des Autonomen Fahrens aber ist nun auf deutschen Straßen zulässig? Zuletzt entschied der Gesetzgeber im Jahr 2017 über die Frage der Zulässigkeit. Das Ergebnis war ein entsprechendes Gesetz, das umfassende Regelungen zu diesem Thema beinhaltete und das hoch- als auch das vollautomatisierte Fahren gestattete. Im Mai 2017 wurde es vom Deutschen Bundesrat verabschiedet.

Das hoch- sowie das vollautomatisierte Fahren ist jedoch nur in denjenigen Gebieten, für die das Autonome Fahren des jeweiligen Fahrzeugmodells auch zugelassen ist. Ein Landstraßenmodus auf der Autobahn ist davon nicht umfasst und deshalb unzulässig.

Autonomes Fahren kann nicht nur einen Beitrag zu Deiner Entspanntheit während einer Reise beitragen. Durch sein umfangreiches Überwachungssystem, die vielen Sensoren, Anbindungen und der schnellen Reaktionsfähigkeit könnte das Etablieren dieser Technologie ein Höchstmaß an Sicherheit im öffentlichen Verkehr bedeuten. Schließlich kann die KI nicht nur mehrere Vorgänge gleichzeitig beobachten und auswerten, sie reagiert mittlerweile um ein Vielfaches schneller als wir Menschen. Im Ernstfall also ist dieses System ein wahrer Lebensretter.


Fahrzeugvernetzung | Der intelligente Verkehr!

 

Konnektivität spielt für den Verkehr von morgen eine tragende Rolle. Bereits heute ist die Fahrzeugindustrie in der Lage, Fahrer und Vehikel effektiv zu vernetzen. Doch auch Informationen des Umfeldes nehmen moderne Fahrzeuge wahr – mehr sogar, als wir auf den ersten Blick vermuten würden. In naher Zukunft soll unser täglicher Weg zur Arbeit dank intelligenter Vernetzung von Fahrzeugen, dem steten Austausch interner Informationen mit den restlichen Akteuren des Mobilitätsraumes sowie mit der verkehrsregelnden Infrastruktur noch intelligenter gestaltet werden. Moderne Fahrzeugvernetzung und deren Vorteile kommen in vielerlei Gestalt zu uns:


Verkehrsmanagementsysteme | Der Verkehr wird intelligent gesteuert.

Analysetools | Ermittlung & Umsetzung von potenziellen Energiesparpotenzialen.

Intelligente Transportsysteme | Logistiksektor wird neu gedacht.

Den Alltag erleichtern | Etablierung neuer Mobilitätslösungen, bspw. CarSharing.

Parkleitsysteme | Effektives & zeitsparendes Gestalten urbaner Parksituationen.

Sicherheitsmechanismen | Unfallrisiko-Minimierung per KI.


Eine umfassende Fahrzeugvernetzung ist der Schlüssel zum Durchbruch des Autonomen Fahrens. Sofern sämtliche am Verkehr teilnehmende Objekte mit ihrem Umfeld in direkten Kontakt treten, kann unser Alltag auf deutschen Straßen nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer werden.


Ist Elektromobilität nun wirklich klimafreundlich?

 

Elektroautos stehen immer wieder in der Kritik, nicht so umweltfreundlich zu sein, wie ihnen ihr Ruf vorauseilt. Bei all den Details, die es in Bezug auf die Umweltverträglichkeit der Komponenten des Elektroautos, bspw. die Batteriezellen, zu klären gilt ist eines klar: Jede Art von Mobilität ist nur so umweltfreundlich, ressourcenschonend und wirtschaftlich wie der dafür benötigte Treibstoff.

Betrachtet man die gesamte Energiewandlungskette, erkennt man hier das bahnbrechende Potenzial der Elektromobilität. Sie wird in Zukunft einer der bedeutenden Bausteine, wenn wir über nachhaltige Mobilitätsstrategien reden. Zum einen nämlich ist es möglich, sich mithilfe der konsequenten Verwendung von Erneuerbaren Energien CO2-neutral von A nach B zu bewegen. Zum anderen aber wissen wir dank der Klimabilanz-Analyse des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit schon heute:

„Die über die gesamte Fahrzeuglebensdauer des Elektrofahrzeugs zu erwartenden Treibhausgasemissionen pro Fahrzeugkilometer unter Berücksichtigung des deutschen Strommix fallen geringer aus als bei einem vergleichbaren Verbrennungsfahrzeug.“

Faktoren wie Fahrzeugproduktion, Wartung über die durchschnittlich zu erwartende Lebensdauer, Fahrzeugbetrieb und Entsorgung sind selbstverständlich berücksichtigt. Nicht schlecht, oder?

Als letzter Baustein wäre das Verwenden heimisch produzierten Stroms (Thema Sektorenkopplung à la Photovoltaik, Zwischenspeicher, Wallbox, Elektroauto) statt dem Import von Erdöl zu nennen. Die Europäische Union gibt allein für den Energieimport pro Tag mehr als eine Milliarde Euro aus – der Großteil davon ist auf Erdölimporte zurückzuführen.