Der Name ist Programm: Nach Jahrzehnten als meistverkaufter Kleinwagen Deutschlands wird der Polo jetzt elektrisch – und zwar so, wie viele es sich gewünscht haben. Seit Mitte Juli ist die Basisversion „Trend“ des VW ID. Polo bestellbar. Preis: 24.995 Euro. Damit löst VW ein Versprechen ein, das lange auf sich warten ließ.
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Endlich der bezahlbare Einstieg
Der ID. Polo war zunächst nur als teure 155-kW-Version mit großem 52-kWh-Akku verfügbar – ab 33.795 Euro. Für einen Kleinwagen, der als „Volks-Stromer“ positioniert werden sollte, ein deutlich zu hoher Einstiegspreis.
Die Kritik daran war entsprechend laut.
Jetzt hat VW nachgelegt:
Die Ausstattungslinie „Trend“ ist mit einem 85-kW-Motor (115 PS) und 290 Nm Drehmoment ausgestattet. Die Batterie mit 37 kWh basiert auf robuster Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) und gilt als besonders zyklenfest. Die WLTP-Reichweite liegt bei rund 300 Kilometern – für ein Stadt- und Pendlerauto ein solider Wert. An Schnellladesäulen sind Ladeleistungen von bis zu 90 kW möglich.
Bild: Volkswagen
Die Ausstattungsvarianten im Überblick
| Variante | Preis (UVP) | Batterie | Reichweite |
|---|---|---|---|
| Trend | 24.995 € | 37 kWh | ca. 300 km |
| Life | 27.995 € / 33.795 € | 37 kWh / 52 kWh | 300 km / 455 km |
| Style | 32.400 € / 36.995 € | 37 kWh / 52 kWh | 300 km / 455 km |
Wer mehr Reichweite braucht, greift zur 52-kWh-Version mit bis zu 455 Kilometern – ausreichend für gelegentliche Langstrecken.
Was steckt in der Basisversion?
Trotz des Einstiegspreises ist die Trend-Ausstattung keine Sparversion ohne Substanz. Serienmäßig an Bord sind Climatronic, zwei USB-C-Anschlüsse mit 60 Watt, ein digitales Cockpit hinterm Lenkrad, ein 12,9-Zoll-Infotainment-Display sowie Side Assist und LED-Scheinwerfer mit Light Assist. Für unter 25.000 Euro ist das eine ordentliche Grundausstattung.
Allerdings gibt es auch Kritik: Zahlreiche Funktionen, die viele Käufer inzwischen als selbstverständlich ansehen, sind nur gegen Aufpreis erhältlich. Wer alle Komfortfeatures möchte, landet schnell bei einem höheren Endpreis.
Bild: Volkswagen
Mit Förderung deutlich unter 25.000 Euro
Der tatsächliche Kaufpreis kann noch deutlich niedriger ausfallen. Zusätzlich zur staatlichen E-Auto-Förderung (bis zu 6.000 Euro, je nach Einkommen) bietet VW über den Konfigurator eine hauseigene „ID. Kaufprämie“ von bis zu 3.000 Euro.
Kombiniert könnte der Effektivpreis für die Trend-Version deutlich unter 20.000 Euro fallen – ein Preis, der Elektromobilität für eine völlig neue Käuferschicht öffnet.
Der Wettbewerb im Kleinwagensegment
Der ID. Polo trifft auf wachsende Konkurrenz im E-Kleinwagen-Segment: Skoda Epiq soll ab September bestellbar sein, Cupra Raval kostet ab 25.950 Euro. Mit dem aggressiven Trend-Einstieg positioniert sich VW jetzt deutlich vor beiden Konzernschwestern – zumindest preislich.
Auch innerhalb des eigenen Portfolios sorgt der neue Basispreis für Bewegung: Durch hohe Rabatte war der größere ID.3 Neo zeitweise günstiger zu haben als die voll ausgestatteten 155-kW-Versionen des ID. Polo. Mit dem Trend-Einstieg für 24.995 Euro wird diese Hierarchie nun wieder geraderückt – der Polo bleibt die kompaktere, günstigere Wahl.
Bild: Volkswagen
Was das für die Ladeinfrastruktur bedeutet
Mit dem ID. Polo Trend erschließt VW eine neue Zielgruppe: Erstkäufer, Zweitwagenbesitzer, Pendler mit begrenztem Budget. Genau diese Käuferschicht ist besonders auf eine zuverlässige, günstige Ladelösung zu Hause angewiesen – anders als bei Premiumfahrzeugen ist bei einem 25.000-Euro-Auto jeder zusätzliche Euro für die Ladeinfrastruktur eine bewusste Entscheidung.
Für das E-Handwerk bedeutet das: Beratung zu preisbewussten Wallbox-Lösungen wird wichtiger. Nicht jeder ID. Polo-Käufer braucht die teuerste bidirektionale Lösung – aber jeder braucht eine sichere, fachgerecht installierte Grundlösung fürs Laden zu Hause.
Fazit
Mit dem ID. Polo Trend für 24.995 Euro liefert VW endlich das, was der Name verspricht: einen bezahlbaren Elektro-Polo für den Alltag. Die Auslieferungen starten im September 2026, die Basisversion mit kleinem Akku folgt gegen Jahresende. Für Elektrofachbetriebe ist das ein klares Signal: Die Zielgruppe für Ladeinfrastruktur wird breiter – und preisbewusster.
Quellen:
- Volkswagen, AUTO BILD, electrive.net, winfuture.de, InsideEVs.de, ElektroQuatsch